Wettbewerb Neubau 3-Feld-Sporthalle in Horb am Neckar
2025
Auslober
Stadt Horb am Neckar, Marktplatz 8, 72160 Horb am Neckar
Standort
Stadionstraße, 72160 Horb am Neckar
In Zusammenarbeit mit
Eurich Gula Landschaftsarchitektur PartGmbB, Wendlingen
Wettbewerb 2026
Unser Beitrag
Die neue 3-Feld-Sporthalle in Horb am Neckar stärkt Schulen und Vereine gleichermaßen. Der nachhaltige Hybridbau aus Holz und Recyclingbeton fügt sich sensibel in Topografie und Stadtraum ein. Photovoltaik, Dachbegrünung und effiziente Gebäudetechnik sorgen für hohe energetische Eigenständigkeit.
BRI 13.267 m³
BGF 3.237 m²
Entwurf für neue 3-Feld-Sporthalle in Horb am Neckar
Mit dem Neubau einer 3-Feld-Sporthalle als Ersatz für die bestehende Stadionhalle schafft die Stadt Horb am Neckar einen zukunftsfähigen Sport- und Bildungsstandort für Schulen und Vereine. Das Grundstück am Fuß des Naturschutzgebiets Osterhalde bildet den Übergang zwischen bestehendem Gewerbegebiet und neuem Stadtentwicklungsbereich. Die besondere Lage sowie die Einsehbarkeit von Norden prägen die städtebauliche und architektonische Konzeption.
Die Sporthalle positioniert sich selbstbewusst am südöstlichen Grundstückseingang in der Nähe des Kreisverkehrs und bildet mit einem großzügigen Vorplatz und einem weit auskragenden Vordach eine klare öffentliche Adresse. Der ruhende Verkehr wird bewusst untergeordnet und vom Fußgängerverkehr getrennt. Freiflächen und Sportanlagen fügen sich topografisch selbstverständlich in das Gelände ein. Die Anordnung von Laufbahn, Weitsprunganlage und Geräteräumen nutzt die natürlichen Höhenunterschiede und minimiert den Bedarf an Hangsicherungen.
Im Inneren führt ein großzügiges Foyer mit Blick in die Halle zu einer klar strukturierten Erschließungszone mit Umkleiden, Funktionsräumen und Aufenthaltsbereichen. Eine zentrale Treppe verbindet das Erdgeschoss mit den Zuschauerrängen für bis zu 199 Personen. Zusätzliche Erschließungswege, umlaufende Balkone und zahlreiche Ausgänge ermöglichen eine flexible Nutzung und hohe Aufenthaltsqualität.
Das Gebäude ist als ressourcenschonende Hybridkonstruktion aus Stahlbeton und Holz konzipiert. Während das in den Hang eingebundene Erdgeschoss überwiegend aus Recyclingbeton besteht, wird das Obergeschoss in Holzbauweise ausgeführt. Großzügige, gezielt gesetzte Fensterflächen schaffen helle Sportbereiche und verbinden Transparenz mit Wirtschaftlichkeit.
Die vorgehängte Aluminiumfassade aus Recyclingmaterial gewährleistet Robustheit und Langlebigkeit. Besonderes Augenmerk gilt der Dachlandschaft als „fünfter Fassade“: Photovoltaikmodule und extensive Dachbegrünung bilden ein prägnantes Erscheinungsbild und integrieren technische Aufbauten nahezu unsichtbar.
Das Energiekonzept basiert auf einer kompakten Bauweise, einer hochgedämmten Gebäudehülle sowie einer nahezu vollständig mit Photovoltaik belegten Dachfläche. In Kombination mit Stromspeicher, Fernwärmeversorgung, Wärmerückgewinnung, CO₂-gesteuerter Fassadenlüftung und energieeffizienter LED-Beleuchtung entsteht ein nachhaltiges, wirtschaftliches und nutzerorientiertes Gebäude mit hoher energetischer Eigenständigkeit.