Wettbewerb Neubau Wohnbebauung Dammstraße/Käppelestraße in Lörrach
2025
Auslober
Städtische Wohnbaugesellschaft Lörrach mbH, Schillerstraße 4, 79540 Lörrach
Standort
Dammstraße/Käppelestraße, 79540 Lörrach
Wettbewerb 2026
1. Preis
Am südwestlichen Rand von Lörrach-Stetten entsteht neuer, bezahlbarer Wohnraum. Der Siegerentwurf überzeugte mit klarer städtebaulicher Struktur, Loggien, Mietergärten und Laubengängen für hohe Wohnqualität und ein klimaangepasstes Quartier.
BRI 8.400 m³
BGF 787 m²
Entwurf für neue Wohnbebauung Dammstraße/Käppelestraße in Lörrach-Stetten
(Mehrfachbeauftragung durch Stadtbau Lörrach im Auftrag der Wohnbau Lörrach)
Am südwestlichen Rand des Lörracher Stadtteils Stetten soll ein bestehendes Wohnquartier erweitert und durch neuen, bezahlbaren Wohnraum ergänzt werden. Im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung suchte die Wohnbau Lörrach nach einem zukunftsfähigen Konzept für die Neuordnung des Areals an der Käppelestraße. Zwei Bestandsgebäude samt Garagen sollen dafür zurückgebaut und durch eine zeitgemäße, dreigeschossige Wohnbebauung ersetzt werden.
Der Entwurf von THOMA. LAY. BUCHLER. ARCHITEKTEN aus Todtnau setzt auf eine klare, ortsangemessene städtebauliche Struktur. An der Käppelestraße entsteht eine prägnante Adresse, während die Gebäudeecke zur Dammstraße den Stadtraum selbstverständlich fasst. Die neue Bebauung fügt sich in das bestehende Quartier ein und schafft zugleich eine eigenständige räumliche Identität.
Die Wohnungen sind als durchgesteckte Grundrisse organisiert und werden durch Loggien, Mietergärten und Laubengänge ergänzt. Dadurch entstehen vielfältige private und gemeinschaftlich nutzbare Außenräume mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Laubengänge dienen dabei nicht nur der Erschließung, sondern werden zu Begegnungsorten innerhalb des Quartiers und fördern die soziale Interaktion der Bewohnerinnen und Bewohner. Ein vielfältiger Wohnungsmix ermöglicht unterschiedliche Wohnformen.
Ein besonderer Fokus liegt auf einer wirtschaftlichen und ressourcenschonenden Bauweise im Sinne des „Einfachen Bauens“ und eines Low-Tech-Ansatzes. Geplant ist eine Umsetzung im EH55-Standard unter Berücksichtigung der Landesförderbedingungen. Auch die Gestaltung der Freiräume und das angepasste Stellplatzkonzept sind Bestandteil des Gesamtkonzepts. Oberirdische Stellplätze für den Neubau und den Bestand des Neumattquartiers werden so angeordnet, dass die Freiraumqualitäten und die Wegebeziehungen innerhalb des Quartiers möglichst wenig beeinträchtigt werden.
Die Anordnung von Loggien, Mietergärten und begrünten beziehungsweise gemeinschaftlich nutzbaren Außenbereichen trägt zugleich zur Klimaanpassung bei. Verschattung, Begrünung und unterschiedliche Freiraumangebote schaffen ein angenehmes Mikroklima und stärken die Aufenthaltsqualität. So verbindet der Entwurf eine klare städtebauliche Setzung mit qualitätsvollem, bezahlbarem Wohnen und einem zukunftsorientierten Umgang mit den Anforderungen des Klimawandels.